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Person

Name: Marc "The Shark" Sickerling
Wohnort: Bergneustadt, Deutschland
Geburtstag: 10. Dezember 1970
Größe: 1,80 m
Gewicht: 77 kg
Jet-Ski: Yamaha Superjet
Jet-Ski seit wann: 1985
Disziplin: Freestyle und Waveriding
Sponsoren: Mormaii und Light Weight
Beruf: Fashion Retailer (3 eigene Shops)
Hobbys: Skilaufen, Malen, Wasserski (barfuß), Windsurfen, Mountainbiking, Rollerblading, Tauchen

Titel:
5facher Weltmeister
IJSBA World Finals:
1. Platz Expert Freestyle (1993)
1. Platz Pro Freestyle (1994)
1. Platz Pro Freestyle (1995)

World Championship UIM:
1. Platz Freestyle (1996)
1. Platz Freestyle (1997)
1. Platz Freestyle (2002)


Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde 2001:
Marc Sickerling aus Deutschland, der in der Freestyle-Disziplin aktiv ist, wurde von der Internationalen Jet Ski Boating Association fünfmal zum Europameister gekürt (1991-1994 und 1998), zweimal zum Pro World Champion (1994 und 1995) und 1993 zum Expert World Champion. Außerdem erhielt er 1996 den Weltmeistertitel, 1997 den Europa- und Weltmeistertitel und 1998 den Europameistertitel der Union Internationale Motonautique (UIM).
Quelle: Guinness World Records 2001
Guinness Verlag


Gründer des legendären Freestyle-Showteams "The Piranha Brothers"




Potrait
Foto: Sascha C. Schalthöfer

www.scsphoto.de




Foto: Sascha C. Schalthöfer

www.scsphoto.de


Marc, stell dich doch bitte kurz vor.
Mein Name ist Marc Sickerling, ich bin am 10.12.1970 geboren und lebe in Bergneustadt, Deutschland.

In allen Veröffentlichungen liest man: Marc " the shark" Sickerling. Wie kam es zu diesem Beinamen?
Mehrere bekannte Jet Ski Fahrer haben bezogen auf ihren Namen oder Ihren Fahrstil sogenannte Beinamen. Mein damaliger Teamkollege Jeff Richichi mit dem ich in USA die National Tour mitgefahren bin, kam auf die Idee. Er meinte SHARK würde sich auf Marc reimen und mein Fahrstiel würde mit den vielen Unterwassermanövern und dem präzisen Bewegungsabläufen dem eines Hais gleichen. So war der Name geboren.

Wie und wann bist du zum Jet Ski fahren gekommen?
Mein Vater kaufte vor langer Zeit ein Suzuki Wetbike, welches wir des öfteren mit in den Sommerurlaub nahmen. Es war ständig defekt und so fuhren wir zur BOOTs Messe nach Düsseldorf, wo wir dieses Wetbike gegen einen Kawasaki 550 SX eintauschten. Dieser Händler rief mehrere Monate später an und lud uns ein, mit ihm zu einem Jet Ski Rennen nach Belgien zu fahren, so nahm ich 1985, in Vilvoorde,Belgien an meinem ersten Jet Ski Rennen teil.

Was hat dich damals und heute an diesem Sport fasziniert?
Die unbegrenzten Möglichkeiten, die sich immer weiter entwickeln werden. Die Individualität, dass ich mit meinem Jet Ski alleine zum Wasser fahren kann, egal ob zum See mit glattem Wasser, zum Meer mit Brandung oder zum Fluss mit Wildwasser.

Bist du auch schon mal Rennen mitgefahren?
Ja, die ersten zehn Jahre bin ich immer zwei Rennklassen und Freestyle gefahren.

Warst du erfolgreich im Rennen?
Nie so erfolgreich wie ich im Freestyle bin, aber 1991 habe ich einen Europameistertitel errungen und bin bei der Weltmeisterschaft neunter geworden.

Wieso trittst du nur noch im Freestyle an?
1995 bekam ich die Chance die IJSBA BUD National Tour in Amerika mitzufahren. Zu dieser Zeit gab es auch die ersten Fahrer, die sich nur noch auf das Freestylefahren spezialisierten. Um zu gewinnen und gegen diese Gegner bestehen zu können, konzentrierte ich mich aufs Freestyle.

Du fährst jetzt deine 15te Saison, welche war die schönste?
Das war 1996, als ich zusammen mit Jeff Richichi und Ken Wood das erste und bis jetzt einzige Jet Ski Freestyle Team (PIRANHA BROS.) gegründet habe und wir IJSBA BUD National Tour in den USA mitgefahren sind. Wir fuhren alle Wettkämpfe und nebenbei fuhren wir auch Shows und wurden oft vom Veranstalter um eine Show gebeten.

Wie viele Leute arbeiteten in diesem Team?
Nur wir drei, wir waren Mechaniker, Truckfahrer, Manager usw., alles in einem.

Ward ihr erfolgreich?
Ja, Jeff hat die Tour, wie auch die IJSBA World Finals im Amateure Freestyle gewonnen. Ken hat im Pro Freestyle den vierten und dritten Platz belegt und ich habe auf der Tour und bei den IJSBA World Finals den zweiten Platz belegt.

Hattest du Vorbilder?
In den Anfängen war es David FLASH Gorden. Er fuhr Küren mit so einem hohen Schwierigkeitsgrad, meist fehlerlos, dass faszinierte mich. Jetzt habe ich immer noch Fahrer wie Randy Lane, Rick Roy,Eric Malone und Jimmy Visser die ich bewundere, aber ich würde Sie nicht mehr als Vorbilder bezeichnen. Was war der schönste Augenblick deiner Karriere?
Es gab zwei unübertroffene Momente. Zum einen der Moment, als ich 1994 die Punktrichter die den IJSBA World Finals die Punktwertung hoben und ich wusste, das ich gewonnen hatte. Es war ein unglaubliches Gefühl, da ich nicht mit diesem Sieg gerechnet hätte. Nach diesem Erfolg behaupteten einige Leute es sei nur Glück gewesen und so freute ich mich unglaublich, als ich ein Jahr später in einem der spannendsten Freestylewettkämpfen aller Zeiten, meinen Titel verteidigen konnte.

Wie trainierst du?
In diesem Winter habe ich sehr hart an meinem Muskelaufbau gearbeitet um mich vor erneuten Gelenkverletzungen zu schützen. Ich trainiere vier mal die Woche, morgens vor der Arbeit im Fitnessstudio meinen Muskelaufbau und Kondition. Am Wochenende trainiere ich auf dem Wasser, so oft wie möglich. Zum Ausgleich gehe ich zum Mountain Biken, Schwimmen und Inline Skaten.

Wo trainierst du am liebsten?
Zum Freestyle Training am liebsten in Lake Havasu City/ Arizona. In Europa bevorzuge ich Mirandella/ Portugal und Eindhoven/ Holland. Zum Brandungsfahren liebe ich Arcachon/ Frankreich und die Pazifik Küste von Mexiko, dort ist alles so unkompliziert und es gibt kaum Verbote gegen das Jet Ski fahren. Zudem gibt es dort die besten Langusten die ich kenne. Aber am häufigsten trainiere ich natürlich am Rhein, bei Sinzig und in Welshap in Holland, da dieses die nächsten Trainingsreviere für mich sind.

Wie ist es in der Brandung zu fahren?
Es ist fantastisch. Brandungsfahren bereitet mir am meisten Vergnügen. Die Brandung ist die Natur in einer sehr schönen und gefährlichen Form. Es erfordert ein sehr gutes fahrerisches Können, wie auch viel Erfahrung und das damit verbundenes Wissen über Wellen. Dafür ermöglicht sie einem unglaubliche Sprünge und ein unglaubliches Gefühl, wenn man an einer Wasserwand fährt. Es ist Jet Ski fahren in seiner schönsten Form.

Hast du manchmal Angst in der hohen Brandung?
Diese Frage möchte ich mit einer Aussage von Robbie Naish beantworten: "Es ist gut Angst zu haben, um nicht unvorsichtig zu werden, aber man muss die Angst unter Kontrolle haben."

Welche sind deine Lieblingstricks im Freestyle und in der Brandung?
Auf Flachwasser liebe ich die technisch schwierigen Tricks, wie zur Zeit auch die Kombinationstricks, z.B. ein King Kong mit anschließendem Monkey Jump. In der Brandung liebe ich den Rückwärts-Salto und zukünftig, wenn ich sie noch sicherer springen kann, die Reentry Barrel Roll.

An welchen Tricks arbeitest du zur Zeit?
An vielen Kombinationstricks, so wie an der Reentry Barrel Roll.

Was isst du gerne?
Es gibt so viele Gerichte die ich gerne esse, es kommt immer ganz auf meinen Aufenthaltsort und meine Stimmung an. Ich probiere auch alles gerne einmal, wie z.B. letztes Jahr in China eine Fischsuppe mit Wasserschlangen.

Welche Art von Musik bevorzugst du?
Das ist bei mir wie mit dem Essen, es kommt ganz darauf an in welcher Stimmung ich bin.

Hast du einen Mechaniker?
Natürlich, seit vier Jahren kümmert sich Martin Schaub um meine Jets und er ist der beste Mechaniker, den ich je hatte. Außerdem ist er der beste "am Telefon Mechaniker" den ich kenne.

Gibt es noch andere Leute die dir mit deinem Ski helfen?
Ja, seit drei Jahren arbeite ich mit Norbert Weber (Light Wight) zusammen, der mir meine Carbon Teile baut und meinen Ski an den wichtigsten Stellen verstärkt. Norbert baut die sensationellsten Carbon Teile die ich kenne. Um die Lackierungen meiner Skies kümmert sich immer mein alter Schulfreund und Design Student Stefan Mostert. An dieser Stelle auch ein Dank an Peter Grötschel und seinen Vater (Lackiererei Schmale), bei dem die Lackierungen durchgeführt werden.

Welche Sponsoren unterstützen dich?
Mein wichtigster Sponsor ist die schon seit vielen Jahren hinter mir stehen.

Man hört immer wieder, dass du in den vergangenen Saisons deine angestrebten Ziele nicht verwirklichen konntest, weil du verletzt warst. Ist der Sport gefährlich?
Das kommt darauf an, wie man ihn betreibt. In den letzten Jahren sind die neuen Tricks immer extremer und damit auch gefährlicher geworden. Obwohl ich mich meistens bei nicht so extremen Tricks verletzt habe. Leider war es immer in der Mitte einer Saison, so dass ich die Meisterschaften nicht beenden konnte und auch zu den World Finals nicht wieder 100 prozentig fit war.

Welcher Trip war am schönsten in den letzten Jahren?
Das war letztes Jahr. Ich hatte, eine Einladung mit einigen anderen Freestylern Vorführungen zum Nationalfeiertag in China zu fahren. Es war für mich ein außerordentliches Vergnügen, diese große Nation, ihre Städte und Menschen kennen zu lernen. Von dort flog ich zu den World Finals, an denen ich leider, aufgrund meiner Verletzung nicht teilnehmen konnte. Dann ging es nach Mexiko, zum MEX RANGER 5. Hier treffen sich die besten Jet Ski Fahrer der Welt und lassen die Saison mit feiern und Brandungs Jet Ski fahren ausklingen.

In welchen Ländern warst du in den letzten Jahren?
Kuba Bahrain, China, Finnland, Russland, USA und andere.

Wie sehen deine Pläne für die Saison 2001 aus?
Ich fahre in diesem Jahr alle Rennen der EJSBA, um hoffentlich als Europameister nach zweijähriger Pause bei den World Finals erneut anzutreten. Bei der UIM bin ich bis jetzt die ersten zwei Rennen gefahren, die ich beide gewinnen konnte. Auch hier möchte ich alle terminmäßig möglichen Veranstaltungen mitfahren.

Wie sieht deine Zukunft im Jet Ski Sport aus?
Solange ich die Entwicklung des Sports mitbestimmen und Titel gewinnen kann, bleibe ich dem Sport erhalten.

Hast du eine lieblings Website?
Hier in Deutschland ist es www.watercraft.de.

Möchtest du noch jemandem danken?
Ja, meinen Eltern. Meinem Vater der mir am Anfang meiner Karriere alles ermöglicht hat und mir zur Zeit bei vielen Reisevorbereitungen hilft, wie auch meiner Mutter die mich in meinen Geschäften unterstützt und mir so die Reisen zu den Wettkämpfen zeitlich ermöglicht. Natürlich möchte ich auch allen anderen danken, die mich im laufe meiner Karriere unterstützt haben.

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